Geschichte

 

Die meisten Historiker legen die sogenannte Wikingerzeit in den Zeitraum zwischen 

den Jahren 793 (Überfall auf das englische Kloster Lindisfarne) bis 1066 (Schlacht 

der Angelsachsen gegen die Norweger bei Stamford Bridge).  

Mit Plünderungs- und Eroberungszügen, aber auch Handels- und Entdeckungsreisen hinterließen die Norweger, Schweden und Dänen ihre Spuren in der europäischen Geschichte.

Sie besiedelten neue Gebiete wie Island oder Grönland und gründeten wichtige Handelszentren ihrer Zeit, beispielsweise Jorvik in Nordengland, Haithabu und Ribe

in Dänemark oder Birka in Schweden.

 

Während die Dänen und Norweger hauptsächlich in Richtung England und des Frankenreiches vorstießen, orientierten sich die Schweden mehr in die östlichen Gebiete, z.B. ins heutige Polen, das Baltikum und Russland.

 

Mit der Einwanderung der schwedischen Wikinger im 9. Jahrhundert in die ostslawischen Gebiete wurde der Name "Rus" sowohl auf die Nordmänner als auch auf die slawische Bevölkerung selbst übertragen.

Das Zentrum des neugegründeten Reiches war die Stadt Kiew.

 

Der Name "Rus" wurde ebenfalls für die örtlichen Fürstentümer verwendet, welchen die Verteidigung des Reiches gegen plündernde Nomadenvölker oblag.  

Diese Fürstentümer heuerten bezahlte Krieger an, welche man in der gesamten Region um Kiew als Varjazi oder Varjagi bezeichnete, was soviel wie Söldner bedeutet. Daraus wurde später auch der Begriff "Waräger" abgeleitet, deren bekannteste Vertreter die Warägergarde am byzantinischen Hof war.

 

Die Varjazis wurden von den jeweiligen Fürsten nicht nur zum Kampf, sondern auch zur Durchsetzung anderer Ziele gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt.  

 

 

                                             (moderne Darstellung, Bork Vikingehavn, Dänemark) 

 

66409